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Restaurierung der Voigt-Orgel von 1860 in Nastätten

 

1859/1860 wurde die Orgel für die Evangelische Kirche Nastätten erbaut von Christian Friedrich Voigt (Wiesbaden-Igstadt), einem bedeutenden und angesehenen Orgelbauer im Herzogtum Nassau.

 

Voigt zählt zu den prägenden historischen Orgelbauern der Landeskirche; es finden sich von ihm gebaute Instrumente im Taunus und im Rheingau.

 

Die Orgel verfügte über ein vielseitiges Klangbild:

- mit grundtönigen Stimmen

- charakteristischen Registerarten

- sphärisch klingenden Register und prägnanten Solo-Farben

- einem ordentlichen Volumen in der Tiefe

(Register ist ein klanglicher Bestandteil, z. B. eine Flöte oder Trompete;

alle Register lassen die Orgel zu einem Orchester werden)

 

Generell zeichnen sich die Voigt-Orgeln qualitativ hochwertig und solide aus!

 

Um 1968 gab es einen Umbau der Orgel, allerdings sehr zu ihrem Nachteil:

- die o. g. besonderen Register mit eigenem Klangcharakter wurden entfernt

- die noch originalen Pfeifen wurden um intoniert (klanglich verändert)

- es wurde ein nicht gut funktionierende Mechanik eingebaut

- mangels Luftzirkulation durch den Standort an der Wand kam Schimmelbefall

- die Windversorgung war zudem äußerst schwach

 

Im Sommer 2001 begannen die Planungen für eine Restaurierung bzw. Rekonstruktion und Erweiterung dieses Instrumentes.

 

Im Herbst 2003 wurden zunächst die Register Violon 8`, Posaune 16`sowie Trompete 8` Diskant nach historischem Vorbild von Orgelbau Bosch (Niestetal-Sandershausen bei Kassel) rekonstruiert und eingebaut, bereits im Hinblick auf die weitere Arbeiten am Instrument.

 

2013/2014 wurde schließlich die vollständige Restaurierung ausgeschrieben. Die betreuenden Orgelsachverständigen der EKHN sind Thomas Wilhelm und Rainer Geitl.

 

Im April 2016 erhielt dann Firma Orgelbau Bosch die Auftragserteilung für diese außergewöhnliche Orgelbaumaßnahme.

 

Mitte Oktober 2016 wurde das Instrument abgebaut und sämtliche Teile wie z. B. Gehäuse und historische Pfeifen in die Werkstatt gebracht.

 

Die Empore wurde im Dezember 2016 durch die Schreinerei-Abteilung Bosch umgebaut, um die Mechanik wieder wie ursprünglich herzustellen und an einem bestimmten Punkt im Gehäuse anzubringen. Dabei wird die Orgel außerdem wieder weiter vorne auf der Empore stehen.

 

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Der Orgel-Ausschuss, der sich aus dem Kirchenvorstand Nastätten gebildet hatte, besuchte im April 2017 die Orgelbau-Werkstatt, um mit Bosch weitere erforderlich gewordene Baumaßnahmen zu besprechen.

Im August 2017 unternahm die Kirchengemeinde Nastätten eine Orgelfahrt mit Besuch der Orgelbauwerkstatt und Besichtigung der Bosch-Bornefeld-Orgel in St. Elisabeth.

Hierbei wurden die einzelnen Abteilungen und Werkstatträume besichtigt. Sehr spannend war es natürlich, die bereits neuen Elemente für die Nastätter Voigt-Orgel zu sehen wie etwa die neuen rekonstruierten und restaurierten Pfeifen, sowie die neue Mechanik und die neu hergestellten Windladen.

 

Anfang September 2017 war Dekanatskantor Markus Ziegler erneut in der Werkstatt, um mit Orgelbau Bosch weitere Absprachen für die besonders aufwendige und ebenso interessante Orgelrestaurierung der Voigt-Orgel Nastätten zu treffen.

 

Diese zu erhaltenden Register der Orgel (1860) werden restauriert:

 

Hauptwerk (1. Manual):

Principal 8` Innenpfeifen

Gambe 8`

Octave 4`

Octave 2`

Trompete 8` Discant (2003)

 

Unterwerk (2. Manual):

Lieblich Gedact 8`

Flöte 2`

 

Pedal:

Subbaß 16`

Octavbass 8`

Violon 8` (2003)

Posaune 16` (2003)

 

Diese Register der Orgel werden neu gebaut bzw. rekonstruiert:

 

Hauptwerk (1. Manual):

Prinzipal 8` Prospekt

Bordun 16`

Gedact 8`

Flöte 4`

Quinte 3` (vereinzelte historische Pfeifen waren noch auf dem Dachboden der Kirche)

Mixtur 3-4fach 2`

Trompete 8` Bass

 

Unterwerk (2. Manual):

Salicional 8`

Vox coelestis 8` (um ca. 1934/35 nachträglich eingebaut)

Gemshorn 4`

Flaute travers 4` (vereinzelte historische Pfeifen waren noch auf dem Dachboden der Kirche)

Cornett 3fach Bass/Discant-Teilung

Oboe 8`

 

Pedalcoppel I

Pedalcoppel II

Manualcoppel

 

Ebenfalls restauriert werden die Windladen des Hauptwerks und des Pedal.

Neu gebaut bzw. rekonstruiert wird auch die Windlade des Unterwerks.

Ebenfalls wiederherzustellen ist:

- der ursprüngliche Standort der Orgel wieder weiter vorne auf der Empore

- die Mechanik, eine neue Windanlage und der originale Spielschrank

 

Ein spannendes und lohnendes Orgel-Projekt!!!